Samstag, 20. September 2014

Kunsttherapie bei ADHS

Kunsttherapie – Kunst, als therapeutische Methode

Kunsttherapie

Die Kunsttherapie ist ein fester Bestandteil des multimodalen Therapiekonzeptes in unserer Praxis und dafür gibt es viele gute Gründe.
Die Kunsttherapie ermöglicht es uns als TherapeutInnen einen ganz besonderen Zugang zu den Kindern, mit denen wir arbeiten, zu finden. Viele Kinder malen und gestalten von sich aus gerne und haben daher weniger Widerstände gegen künstlerische Therapien als z.B. gegen Gespräche über ihre schulischen oder familiären Probleme oder ihre psychischen Symptome. Wir lernen die Kinder so von ihrer kreativen, verspielten, lebendigen Seite kennen. So sehen wir sie von Anfang an nicht (nur) als psychisch Kranke oder als Menschen die Probleme haben, sondern wir sehen vor allem ihre Stärken und Ressourcen. Wir begegnen ihnen gleich als Menschen, die schon Schönes schaffen können und die darüber hinaus Neues ausprobieren und lernen können.
In der Kunsttherapie geht es nicht darum, gut malen oder töpfern zu können. Es handelt sich um ein ganz freies, spielerisches Gestalten, frei von dem Druck und den Leistungsansprüchen, denen die Kinder an anderen Orten (wie zB in der Schule) ausgesetzt sind. So fühlen die Kinder sich gesehen und fassen leicht Vertrauen in die therapeutische Beziehung. Dieses Vertrauen ermöglicht uns dann später auch an die schwereren Themen heranzugehen – und auch das kann in der Kunsttherapie auf ganz spielerische Art passieren.
In der künstlerischen Arbeit verarbeiten die Kinder ganz von selbst verschiedene Themen, die sie beschäftigen und hinterlassen dabei Spuren, die wir als TherapeutInnen deuten können. Kunst funktioniert als symbolische Sprache, die wir lesen können und die uns einen oftmals viel unmittelbareren Einblick ins emotionale Erleben der Kinder ermöglicht, als das Sprechen. Die symbolische, bildhafte Sprache der Kunst liegt den Kindern oft näher, da sie das Benutzen von Worten noch nicht so gut gelernt haben wie Erwachsene. So gelingt es den Kindern oft eher über das künstlerische Spiel ihr Erleben auszudrücken, als es ihnen über Sprache möglich ist. Besonders wenn es um konfliktbeladene Themen geht, die im wahrsten Sinne des Wortes “die Sprache verschlagen” oder um starke Emotionen, für die die Worte fehlen, kann die Kunst für sie ein guter Weg sein sich auszudrücken und Verständnis zu finden. Ein Stück Stoff kann zur Bedrohung durch Angst werden und ein Pappkarton zum Traum von einem harmonischen Zuhause.
Die Kunst ermöglicht es uns TherapeutInnen den Kindern in genauso symbolhafter, spielerischer Weise zu antworten. Dies können wir dazu nutzen, den Kindern komplizierte Zusammenhänge und Lösungsansätze begreifbar zu machen, die sie in Form von Worten meist noch nicht verstehen könnten. Ein Fallbeispiel vom Kunsttherapeuten Peter Sinapius* verdeutlicht dies sehr anschaulich: er arbeitete mit einem ängstlichen Jungen, dem schwer fiel in Kontakt zu ihm zu treten. Sinapius bat ihm einen Pappkarton als Haus an – ein Schutzraum, in dem der Junge sich in den ersten Sitzungen viel versteckte. In einer späteren Sitzung gelang es Sinapius im Spiel den Pappkarton zu einer Kutsche umzudeuten, mit der der Junge durch die Welt fahren und diese von seinem sicheren, beweglichen Ort aus erkunden konnte.
Wir können die Kinder im künstlerischen Prozess gut kennenlernen, indem wir beobachten, wie sie mit neuen künstlerischen Techniken und Aufgaben umgehen: ob sie zum Beispiel auf Vorschläge von Anderen eingehen oder diese eher ablehnen, ob sie nachfragen und Hilfe suchen, ob sie gesetzte Grenzen akzeptieren können, ob sie sich eher über- oder unterschätzen, ob sie schnell frustriert sind, wenn etwas nicht gleich klappt, wie sie es sich vorstellen. Daraus können wir ableiten, wie die Kinder in ihrem Alltagsleben an ungewohnte oder schwierige Situationen herangehen und wo mögliche Ursachen für Konflikte in ihrem Alltag sein könnten.
In der Kunst können die Kinder lernen, dass man gute Erfahrungen damit machen kann, sich auch einmal ganz anders zu verhalten als gewohnt. “Auf dem Papier kann nichts Schlimmes passieren”, sage ich oft: Das Papier ist ein Raum, auf dem die Kinder es auch einmal ganz anders machen können als gewohnt, ohne dass sie Angst haben müssen, dass es schwere Konsequenzen nach sich ziehen könnte. In der Kunst schaffen wir ihnen so einen Raum, in dem sie neue Strategien für den Umgang mit belastenden Situationen ausprobieren, erleben und spielerisch erlernen können.
Kunsttherapie
Nicht nur in Einzeltherapien können wir kunsttherapeutisch arbeiten, sondern auch in Gruppen. Das gemeinsame Malen und Gestalten bietet auch Kindern, die Probleme im Sozialverhalten haben, einen guten Anreiz sich der schwierigen Situation Gruppe freiwillig und gerne immer wieder auszusetzen. Im Prozess des gemeinsamen Gestaltens können wir TherapeutInnen das Sozialverhalten der Kinder kennenlernen und therapeutisch intervenieren.
Die Kunsttherapie ist zudem auch für die Familientherapie geeignet: In Geschwisterterminen können wir beispielsweise beobachten, wie rivalisierende Geschwister miteinander kommunizieren und ihnen auf spielerische Art einen anderen Umgang miteinander nahebringen. In kunsttherapeutischen Eltern-Kind-Sitzungen können wir die Interaktion in Familien kennenlernen und Quellen von Missverständnissen und Konflikten aufzeigen. Beim gemeinsamen Schaffen lernen die Beteiligten sich auch oftmals von einer ungewohnten, neuen Seite kennen, die die familiären Beziehungen auf eine freudevolle Art bereichern und Lust machen kann auf mehr gemeinsames spielerisch-kreatives Schaffen.
Die Kunsttherapie ist somit weit mehr als “ein bisschen was malen” – sie ist eine vielseitig einsetzbare Form der Therapie und eine ernstzunehmende Alternative zur Gesprächstherapie, die viel Spaß macht und daher für Kinder besonders gut geeignet ist.
Artikel: Anja Neuber, Kunsttherapeutin


Mittwoch, 16. Juli 2014

Hypnose gegen ADHS?

Hypnotherapie – Hypnose als therapeutische Methode

Hypnose
Hypnose - CC BY 2.0, Steve Snodgrass - flickr.com: http://bit.ly/1lGcM24
Hypnose – CC BY 2.0, Steve Snodgrass – flickr.com: http://bit.ly/1lGcM24
Was ist Hypnose? 
Hypnose ist eines der ältesten Heilverfahren der Menschheitsgeschichte. Sie ist ein fester Bestandteil von Ritualen der Naturvölker und wurde bereits als sogenannter “Heilschlaf” im antiken Griechenland „therapeutisch“ genutzt. Außerdem führte die Hypnose Sigmund Freud zu seinem Konzept des “Unbewussten”.
Hypnose im Alltag?
Der Begriff der Hypnose ist vielen Menschen geläufig und ihre Wirkung vielen auch bekannt, wenn vielleicht auch nicht immer bewusst: Versunken ein Buch lesen, sich in Trance tanzen oder in Rage reden – all das sind hypnotische Zustände, sogar Alltagsphänomene. Und die finden auch ihre Anwendung in der Therapie.
Was ist Hypnotherapie und wie funktioniert sie?
Ziel der therapeutischen Hypnose (nicht zu verwechseln mit der direktiven Hypnose, der Hypnotherapie) ist es, den Klienten/Patienten in einen möglichst (tiefen-)entspannten Bewusstseinszustand zu versetzen und so seine Aufmerksamkeit vom “Außen” auf das “Innere Geschehen” zu lenken. In einem zweiten Schritt wird – in Anlehnung an die ressourcenorientierte Arbeitsweise/Methode des amerikanischen Psychiaters, Psychologen und Psychotherapeuten Milton Erickson – an positive Lebens- und Lernerfahrungen des Patienten angeknüpft.
Dabei sollen latente, effiziente Bewältigungsstrategien und eigene Stärken aktualisiert bzw. aktiviert werden. Somit werden mittels verschiedenster hypnotherapeutischer Techniken psychische/körperliche Probleme näher eruiert, erkannt und bearbeitet. Mittels Hypnose ist es möglich, in die Vergangenheit zurückgehen (Altersregression) und visionenhaft in die Zukunft reisen. Das Besondere an der Hypnose ist das unmittelbare „reale“ Teilhaben an Bildern, Stimmungen und Handlungen, ähnlich einem sehr intensiven Traumerleben. Dadurch können Patienten/Klienten Lernerfahrungen in Hypnose direkt machen, ohne dass sich alte Gedankenmuster, überholte Einstellungen und nichtfunktionale Überzeugungen einschalten. Der Zugang zu den unbewussten, intuitiven Anteilen wird somit erleichtert.
Eine leichte bis mittlere Trancetiefe ist dafür völlig ausreichend. Die alte Angst vor Kontrollverlust, die mit dem Wort “(Show-)Hypnose” assoziiert wird, kann in einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Klient/Patient und Hypnotherapeut abgebaut werden. Wichtig ist es, einen professionellen Therapeuten (Mediziner, Psychologen, Psychotherapeuten) aufzusuchen.
Anwendungsbereiche für Hypnotherapie 
Mehre Ansätze sind möglich: Einerseits kann Hypnotherapie eigenständig als Kurzzeittherapie in 3-10 Sitzungen, oder in Kombination mit anderen Verfahren (wie Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologischen Verfahren) eingesetzt werden. Dabei ersetzt Hypnotherapie nicht die indizierte Psychotherapie, sondern wird nur auf Antrag durch Privatkassen, Heilpraktiker-Zusatzversicherung für Psychotherapie oder Selbstzahler finanziert. Die Anwendungsfelder für Hypnotherapie sind vielfältig und insbesondere für Jugendliche und Erwachsene mit folgenden Anliegen bewährt: – Phobien und Ängste (Prüfungs-) – depressive Verstimmungen, Selbstwertprobleme – körperliche Beschwerden (z.B. akute/chron. Erkrankungen, Allergien, Übergewicht) – Bewältigung von Chemotherapien bei Patienten mit Krebserkrankungen und Schmerzen in Zusammenhang mit belastenden medizinischen Interventionen – Krisen in schwierigen Lebenssituationen (Traumata, – Umbruchssituationen, körperliche Erkrankungen, Verlust, Trauer, Entscheidungsschwierigkeiten) – zwischenmenschliche Konflikte – Burnout (Ausgebranntheit) Da der Beziehungsaufbau und das sich damit einstellende Vertrauen die wesentliche Basis für den hypnotherapeutischen Prozess darstellen, empfiehlt es sich – sozusagen in Vetretung für das Kind – mit den Bezugspersonen, in der Regel der Mutter, hypnotherapeutisch im Systemischen Sinne zu arbeiten. Kinder im Altersbereich (-15 Jahre) sind mit einem ausschließlich kurzzeittherapeutischen Setting eher überfordert.
Die Autorin Manuela Szczes ist Diplom-Psychologin und Hypnotherapeutin.


Samstag, 28. Juni 2014

Schematherapie vom privatpraxis-herzberge.de Blog  Teil 1 und Teil 2 zusammen:


Schematherapie – ein integrativer Ansatz führt Therapietechniken zusammen

FallschirmPsychoanalyse und Verhaltenstherapie, die beiden großen Therapieschulen standen sich in den 80er- Jahren gegenüber und behaupteten wechselseitig, die bessere Therapieform zu sein. Der Psychotherapieforscher Klaus Grawe analysierte beide Therapieverfahren und konnte nachweisen, dass beide zur Behandlung psychischer Erkrankungen wirksam sind. Während die psychoanalytisch orientierten, psychodynamischen Verfahren eher durch ein besseres Verständnis der seelischen Prozesse wirken, tun dies die verhaltenstherapeutischen Ansätze durch eine konkrete Verhaltensveränderung. Grawe schlug vor, sinnvollerweise beide Perspektiven zu kombinieren.
Parallel zu Klaus Grawe entwickelte Jeffrey Young in den USA Ende der 80er­Jahre den Ansatz derSchematherapie. Schematherapie ist ein integrativer Ansatz, der bewährte Therapietechniken aus verschiedenen Psychotherapieansätzen zusammenführt und dadurch gute Therapieeffekte erzielt. Er kombiniert Konzepte der Tiefenpsychologie, der Verhaltenstherapie sowie humanistischer Ansätze, insbesondere der Gestalttherapie.

Die Beziehungserfahrungen der frühen Kindheit können das ganze weitere Leben des Menschen prägen (Bindungsforschung). Die neurobiologische Forschung liefert zudem Nachweise, dass das menschliche Handeln mehr von Emotionen (Gefühlen) als von Kognitionen (Verstand) gesteuert wird. Der amerikanische Hirnforscher LeDoux konnte aufzeigen, dass sich diese Erlebnisse und Erfahrungen direkt im Aufbau des Gehirns widerspiegeln bzw. “einbrennen”.
Aus diesem Grund betont Jeffrey Young, dass es im Rahmen einer Schematherapie wichtig ist, verhalthenstherapeutische Techniken so zu erweitern, dass emotionale Erlebnisse stärker aktiviert werden, um die im Gehirn “eingebrannten” Inhalte besser verändern zu können.
Im Mittelpunkt der Schematherapie liegt u.a. die gute und vertrauensvolle therapeutische Beziehung zwischen dem Patienten und dem Therapeuten. Im therapeutischen Setting soll eine ähnlich gute Beziehungsqualität hergestellt werden wie zwischen guten Eltern und ihrem Kind. Es konnte neurobiologisch nachgewiesen werden, dass im Rahmen dieser Beziehungsgestaltung die gleichen Nervenstrukturen wieder aktiviert werden können, die in früher Kindheit angelegt wurden.
Der Therapeut bemüht sich folglich die aktivierten Strukturen positiv zu beeinflussen und zu verändern. J. Young spricht von “Nachbeelterung” bzw. “begrenzte elterliche Fürsorge” (siehe E. Roediger; Raus aus den Lebensfallen).

Montag, 2. Juni 2014

未确认和禁忌

未确认和禁忌

源图像http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.ralf-tillenburg.de%2FSudafrika_2009
源图像http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.ralf-tillenburg.de%2FSudafrika_2009
夜间遗尿(夜间遗尿)及每日尿床(遗尿周日)是最常见的儿童疾病之一。 5年的10-20%及10岁的孩子从这一病理患3-5%。 (海涅曼和霍普夫,2012,第245页)往往是可耻的话题,并会进行协商,并试图解决的,因为它很少注意到的环境中,特别是如果尿床,晚上只发生在家庭内部。
在朋友学校旅行或过夜成为问题,因为孩子和家长都感到困惑如何处理尿床。 耻辱往往过大,那孩子可能感到被出卖有时父母。 在其他情况下,尿床被轻视,也许是因为父母einnässten作为一个孩子为好,本身消失的症状,或者因为孩子还小。 然后经常尿布的使用。
遗尿的原因可以非常不同。 除了有机和遗传的原因,往往是明显,情绪障碍(如焦虑,抑郁),一个极端的压力或发育障碍是当务之急。 因此,详细的诊断是必需的。
对于遗尿症的治疗理论是各种,许多成功已经通过直接的行为改变发送一个奖励制度,一个钟垫子上厕所,例如,写日记来实现。 这些行为的治疗方法。 心理动力学方法试图从遗尿病来获得理解(如回去睡在父母的床上),并与家人和孩子解决这些问题。 在某些情况下,孩子们不敢用学校厕所,生怕封闭或恼火。 别的孩子在由厕所反感或过于醉心于游戏,似乎忘记了自己的膀胱已满。
即使在这短短的博客将展示如何为不同的主题,如何在不同的学校处理这些。 在未来的博客将约于遗尿与沙打疗法的治疗。
作者丹妮拉Penkwitz是教育家,研究生垫,儿童和青少年的治疗师的iA你一段时间关注“遗尿症”。 在实践中,她带领有关此主题的团体以及各个模块。

Donnerstag, 22. Mai 2014

Schematherapie bei Kindern und Jugendlichen

Schematherapie – ein integrativer Ansatz führt Therapietechniken zusammen

Psychoanalyse und Verhaltenstherapie, die beiden großen Therapieschulen standen sich in den 80er- Jahren gegenüber und behaupteten wechselseitig, die bessere Therapieform zu sein. Der Psychotherapieforscher Klaus Grawe analysierte beide Therapieverfahren und konnte nachweisen, dass beide zur Behandlung psychischer Erkrankungen wirksam sind. Während die psychoanalytisch orientierten, psychodynamischen Verfahren eher durch ein besseres Verständnis der seelischen Prozesse wirken, tun dies die verhaltenstherapeutischen Ansätze durch eine konkrete Verhaltensveränderung. Grawe schlug vor, sinnvollerweise beide Perspektiven zu kombinieren.
Parallel zu Klaus Grawe entwickelte Jeffrey Young in den USA Ende der 80er­Jahre den Ansatz der Schematherapie. Schematherapie ist ein integrativer Ansatz, der bewährte Therapietechniken aus verschiedenen Psychotherapieansätzen zusammenführt und dadurch gute Therapieeffekte erzielt. Er kombiniert Konzepte der Tiefenpsychologie, der Verhaltenstherapie sowie humanistischer Ansätze, insbesondere der Gestalttherapie.
Die Autorin Judith Asfaha-Ebber wird in Zukunft weiter über die Entwicklung und das Modell der Schematherapie schreiben und dabei auch die wirksamen Techniken beschreiben. Elemente der Schematherapie fließen zunehmend in die therapeutische Arbeit unserer Praxis ein.