Dienstag, 29. April 2014

ADHS Privatpraxis in Berlin

Privapraxis Peter-1070265

Judith Asfaha-Ebber, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin

Studium 1997 – 2001 Studium der Sonderpädagogik 2001 Staatsexamen Sonderpädagogik Zusatzausbildung 2003 – 2007 Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Schwerpunkt: Verhaltenstherapie bei der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT), Berlin 2006 Fortbildung und Anerkennung zur Trainerin MKT, Marburger Konzentrationstraining beim Verein zur Förderung überaktiver Kinder e.V. (Marburg), Berlin 2007 Approbation Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Berlin 2006 – 2008 Ausbildung zur…
Privapraxis Peter-1070274

Eva Stern, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin

Studium 2000 – 2006 Studium Diplom-Psychologie an der HU Berlin Ausbildung 2006 – 2010 Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Approbation) an der Akademie für Psychotherapie und Interventionsforschung (API) in Potsdam 2008 – 2009 Tätigkeit bei Boot e.V.: psychologische und pädagogische Beratung von Berliner Kindergartenerzieherinnen und Elternarbeit verschiedene Tätigkeiten/Praktika während des Studiums und der Ausbildung: Helios-Klinikum…
Peter Dierscherl, Facharzt

Peter Dirscherl, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychatrie und Psychotherapie

Peter Dirscherl hat nach dem Medizinstudium an der Charité Berlin als Weiterbildungsassistent in neurologischen, allgemeinpsychiatrischen und kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken gearbeitet und ist seit 2009 als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie von der Berliner Ärztekammer anerkannt. Die psychotherapeutische Ausbildung wurde im verhaltenstherapeutischen Verfahren am IVT-Brandenburg und im tiefenpsychologischen Verfahren an der Stuttgarter Akademie für…

Montag, 28. April 2014

Hochbegabung und ADHS - www.privatpraxis-herzberge.de

Hochbegabung – die aus der Mitte herausstechen


Privatpraxis Herzberge

Hochbegabung – die aus der Mitte herausstechen

Gehirn - CC BY 2.0 - dierk schaefer/flickr.com: http://bit.ly/1jOpx8M
Gehirn – CC BY 2.0 – dierk schaefer/flickr.com: http://bit.ly/1jOpx8M
Die Denk-Leistungsfähigkeit des Gehirns wird als Intelligenz bezeichnet. Die meisten Menschen lernen durchschnittlich schnell und sind in etwas so schlau wie die Mehrheit, es gibt aber auch einige sind die etwas langsamer Denken und ebenso gibt es auch einige, denen es deutlich leichter fällt knifflige Aufgaben zu lösen als den Meisten. Und dann gibt es hin und wieder Menschen denen viele Sachen unglaublich leicht zu fallen scheinen, die immer zu brillieren scheinen. Da liegt der Verdacht nahe, dass es sich um einen Menschen mit Hochbegabung handeln könnte.
Im Grunde strebt natürlich jeder Mensch danach so Leistungsfähig wie möglich zu sein, aber Hochbegabung ist nicht immer ausschliesslich nur ein Segen, weil hochbegabte Menschen per Definition Aussenseiter sind und nur 2,2 Prozent der Bevölkerung zu dieser Gruppe gezählt werden können. Hochbegabte können Schwierigkeiten haben Freunde auf der gleichen Wellenlänge zu finden und sie können ihre Intelligenz dysfunktional, also unerwünscht, nutzen wenn sie emotionale Probleme haben. Hochbegabte Schüler sind oft keine Musterschüler sondern für viele Lehrer eher bedrohliche Gegner mit herausforderndem Verhalten.
Hochbegabte Menschen können besonders gut und schnell lernen, was auch für die Persönlichkeitsentwicklung gilt, weshalb die Möglichkeiten Problemverhaltensweisen im weiteren Lebensverlauf ausgleichen zu können relativ gross sind.
Die Intelligenzentwicklung hängt neben angeborenen Merkmalen und einem günstigen sozialen Umfeld ganz wesentlich auch von der individuellen Motivation und Bereitschaft dazu beständig Fertigkeiten durch Üben zu verbessern ab. Normalerweise entwickeln Hochbegabte ihre Talente bis hin zu einer Spitzenleistung in einem gewissen Gebiet, wenn nicht ungünstige, die Intelligenzentwicklung hemmende Umstände dem entgegen stehen.
Hochbegabte können durch Ideenreichtum, Eigenwilligkeit, Humor, Durchsetzungsfähigkeit, Wissen oder eine besonders kritische Haltung gegenüber Allem aus der Menge hervorstechen, aber oft sieht man ihnen ihre Intelligenz nicht unbedingt schnell an. Ob eine Hochbegabung vorliegt oder nicht kann mittels standardisierter Tests in Erfahrung gebracht werden. Insbesondere bei unsicheren und ängstlichen Kindern ist es dabei wichtig die Testung in einer entspannten Situation durch qualifizierte Kräfte, zu denen bereits Vertrauen besteht, durchzuführen. Andernfalls können hemmende Einflüsse zu einer Verschlechterung der gemessenen Leistung führen.
In der Privatpraxis-Herzberge in Berlin werden zuverlässige objektive Testungen der Intelligenz nach wissenschaftlichen Standards durchgeführt. Der Autor des Artikels Peter Dirscherl arbeitet dort als Facharzt und Psychotherapeut und beschäftigt sich wissenschaftlich mit dem Gehirn.

Neue Medien und ihre Folgen für Kinder und Jugendliche - privatpraxis-herzberge.de

. Neue Medien und ihre Folgen für Kinder und Jugendliche - Eva Stern ..

Neue Medien und ihre Folgen für Kinder und Jugendliche

Pacman - public domain/wikipedia: http://bit.ly/1lDCfHe
Pacman – public domain/wikipedia: http://bit.ly/1lDCfHe
“Elektronische Bildschirm-­Medien,­ Fernsehen und Computer machen dumm, dick und gewalttätig.“ So lautet das Fazit des Psychologen und Gehirnforschers Manfred Spitzer, Autor des Buches „Achtung Bildschirm!“ Ist das tatsächlich so, oder gilt es viel eher, die tägliche Nutzung digitaler Medien mit ihren positiven und negativen Aspekten für sich zu erkennen und zu nutzen? Die öffentliche Diskussion über die negativen Auswirkungen einer immer stärker werdenden Medienkonsums wird seit Jahren leidenschaftliche und kontrovers geführt. Im Folgenden soll versucht werden mit aktuellem Wissenstand auf wichtige Bereiche für Kind und Jugendliche einzugehen.
Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit 
Der Zusammenhang zwischen Ausmaß an Medienkonsum, Bewegungsmangel und Übergewicht zeigt sich recht eindeutig über verschiedene Untersuchungen hinweg. Langfristig resultieren hieraus erhöhte Risiken für Herz­-Kreislauf-­Erkrankungen, Diabetes und einen zu hohen Cholesterinspiegel im Blut. Auch der Zusammenhang zwischen Medienausstattung und der Entwicklung von Übergewicht oder Adipositas scheinen eindeutig (Pfeiffer et al., 2007).
Auswirkungen auf die schulische Leistungsfähigkeit
Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass der Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Schulleistungen „dosisabhängig“ ist (Pfeiffer et al., 2007). Demnach seien mit wachsendem Medienkonsum, besonders bei ausdauernden Computerspielen die späteren Schulleistungen schlechter. Als Grund hierfür wird die fehlende Lern­- und Übungszeit für schulische Themen gesehen. Besonders einflussreich gilt der Konsum von Gewalt in Medien. Emotional aufwühlende Computerspiele können kürzlich gelernte Gedächtnisinhalte löschen oder deren Wiedergabe blockieren (Bushman & Bonacci, 2002). Auf der anderen Seite können durch Multimedia-­Nutzung auch Multitasking­ Fähigkeiten geschult werden, auch bei bestimmten Lernaktivitäten. Vielleicht kommt es darauf an, die Multitaskingprozesse zu ortimieren…
Zusammenhang mit psychischen Störungen
Derzeit gibt es noch keine eindeutigen Belege für den Zusammenhang zwischen Computerspiel- oder Internetsucht und psychischen Störungen. Es gibt jedoch Hinweise, dass dieses nicht “sustanzgebundenen” Suchtverhalten vermehrt mit “stoffgebundenen” Abhängigkeiten einhergehen. Außerdem gibt es eine höhere gemeinsame Auftretenswahrscheinlichkeit mit anderen Störungen, wie Depression, Ängsten oder ADHS. Nur die Richtung der Einflüsse ist noch ungeklärt. Verursacht eine Internetsucht diese Störungen oder waren die sowieso schon vorhanden und begünstigen die Entwicklung eines ungesunden Medienkonsums?
Auswirkungen auf aggressives Verhalten
Der aggressionsfördernde Effekt durch den Konsum gewalttätiger Filme ist vielfach belegt worden. Gewöhnungseffekte können zu Empathieverlust und Senkung von Hemmschwellen von aggressivem Verhalten führen. Dies gilt aber vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit bereits bestehendem Aggressionspotential und bei Aufwachsen in einem Dissozialen Umfeld.
Schlussfolgerungen: Es kommt wohl darauf an den Kindern und Jugendlichen einen Anleitung zum kritischen Gebrauch und zur notwendigen Auseinandersetzung von „Kosten“ und „Nutzen“ der neuen Medien zu geben. Übertragen auf die Erziehung heißt das wohl: Ja – man muss den Kindern und Jugendlichen das Internet beibringen. Man muss ihnen aber auch vermitteln, dass das Internet nicht alles kann und dass eine Zeitung oder Bücher Wissen anders und möglicherweise auch tiefergehend vermitteln können. Bisher fehlen im kinder­ und jugendpsychiatrischen Bereich noch Module zur Schulung vom Kinder, Jugendlichen und deren Eltern zu angemessenem Medienverhalten. Und letztendlich ist auch eine Diskussion um einen gemeinsamen gesellschaftlichen Nenner wichtig, welchen Stellenwert „Medienkompetenz“ einnehmen soll.
Die Autorin Eva Stern ist approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin.


Montag, 14. April 2014

Experten-Team zur Abklärung bei ADHS-Verdacht - www.privatpraxis-herzberge.de

Psychotherapeutische und fachärztliche Qualifikationen fliessen in den Erfahrungsschatz des Behandlungsteams der Privatpraxis Herzberge ein. 

Unser Team spricht für sich.

In unsere Praxis kommen Kinder und Jugendliche aus ganz unterschiedlichen Gründen. Sie können Schwierigkeiten in der Schule haben oder zuhause Konflikte austragen. Manche zeigen nur vorübergehende Anpassungsschwierigkeiten bei lebensgeschichtlichen Herausforderungen und andere leiden an einer schweren psychischen Erkrankung. Gemeinsam ist ihnen, dass sie mit professioneller Hilfe durch speziell ausgebildete Ärzte und Psychotherapeuten versuchen ihre Probleme in den Griff zu bekommen. 
Das multiprofessionelle kindertherapeutische und familientherapeutische Team wird von erfahrenen Psychotherapeuten und Fachärzten geleitet.
Die Leitung der Privatpraxis Herzberge: Eva Stern ist  Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin, Inken Kölle ist Diplom-Pädagogin und Psychotherapeutin, Peter Dirscherl ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Judith Asfaha-Ebber ist Diplom-Pädagogin und Psychotherapeutin. Ergänzend können im Rahmen der multimodalen kindertherapeutischen Arbeit zusätzlich Pädagogen, Sozialarbeiter, Kunsttherapeuten, Musiktherapeuten und Theatertherapeuten in das therapeutische Setting mit einbezogen werden. Wir versuchen unser vielseitiges Know-how einzusetzen, um eine umfassende Diagnostik und Therapie zu ermöglichen. Unser Ziel ist es, jeden Patienten auf die für ihn beste Art und Weise zu unterstützen und zu behandeln. Die therapeutischen Angebote werden so aufeinander abgestimmt, dass sie sich in ihrer therapeutischen Wirkung ergänzen und verstärken. So kann dieses therapeutische Vorgehen zum Beispiel gleichzeitig einzeltherapeutische, gruppentherapeutische, familientherapeutische sowie im Bedarfsfall eine unterstützende medikamentöse Behandlung umfassen.

Privatpraxis Herzberge

Psychotherapie für Kinder und Jugendliche


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Was ist ADHS?

ADHS: eine Begriffsstudie Kinder mit schulischen Leistungsproblemen oder Verhaltensauffälligkeiten werden häufig als ADHS-Kinder bezeichnet. Das Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätssyndrom ist die deutsche Bezeichnung für die aus dem angelsächsischen Sprach- und Forschungsraum stammende Kategorisierung als Attention Deficit and Hyperactivity Disorder (ADHD). Die Kernsymptomatik von ADHS hat 3 Säulen: erhöhter Bewegungsdrang erhöhte Ablenkbarkeit / verkürzte Aufmerksamkeitsspanne erhöhte ImpulsivitätLibelle Früher wurden solche eher schwer erziehbare Kinder im deutschen Sprachraum oft als Zappelphillipp oder Hans-guck-in-die-Luft bezeichnet. Diese Kinder haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Schulabbruch, Drogenkonsum, Delinquenz und für die Entwicklung weiterer psychischer Störungen im Erwachsenenalter. Andererseits können solche Kinder durch ihre hohe Spontaneität und durch ihren grossen Explorationsdrang besondere Fähigkeiten ausbilden, wenn sie lernen die funktionellen Einschränkungen zu kompensieren. Erkannt wird ADHS meistens nach dem Schuleintritt, weil die Kinder häufig den Unterricht stören. Während der Pubertät ergibt sich in vielen Fällen eine Linderung der Symptomatik, wobei vor allem der erhöhte Bewegungsdrang nachlassen kann. Das Outcome hängt davon ab, wie gut diese Kinder lernen mit ihren Besonderheiten umzugehen. In einigen Fällen bleiben jedoch ausgeprägte Symptome bis ins Erwachsenenalter bestehen, vor allem wenn im Kindesalter keine ausreichende therapeutische Unterstützung zur Bewältigung der Problematik erfolgte. In den USA wird ADHS nach den Kriterien des DSM IV drei bis viermal so häufig wie in Europa diagnostiziert und dort wird im Gegensatz zur WHO-Klassifikation nach ICD 10, welche im deutschen Gesundheitssystem zur Anwendung kommt, der Subtyp ADS, welcher den nicht besonders hyperaktiven, sogenannten “Träumerchen”entspricht, unterschieden. Die von den USA ausgehende Begriffsbestimmung des ADHS war immer von Interessen der pharmazeutischen Industrie beeinflusst. So besteht eine Tendenz den Personenkreis, welchem die Kategorie ADHS zugeordnet wird, beständig auszuweiten. Ausserdem wird versucht durch gezielte Information von Pädagogen und Eltern eine erhöhte Akzeptanz der Diagnosestellung zu erzielen. Bei den meisten ADHS-Fällen wird durch die Gabe des Medikaments Methylphenidat (Ritalin, Medikinet, Concerta, Equasym) ein deutlicher Symptomwandel mit besserer Steuerbarkeit des Kindes erreicht. Die anfangs sehr deutlichen Effekte erschöpfen sich aber meist nach einiger Zeit. Um nachteilige Effekte in Grenzen zu halten erfolgt die Medikation mit Methylphenidat in der Regel nur über einen befristeten Zeitraum von maximal einigen Jahren.Gras Insekt Anhaltende Erfolge werden bei schweren Fällen vor allem dann erzielt, wenn die pharmakologische Wirkung dazu genutzt wird im Rahmen eines umfassenden Therapieprogramms verbessert auf die Problematik Einfluss nehmen zu können um dadurch Lernerfolge und Einstellungsveränderungen zu bewirken. Bei leichteren Bildern von ADHS mit geringen funktionalen Einschränkungen empfiehlt es sich ein spezialisiertes psychotherapeutisches Behandlungsprogramm, mit der Zielstellung eine Notwendigkeit zur Medikation zu vemeiden, durchzuführen. Häufig weisen ADHS-Kinder sensomotorische Entwicklungdefizite oder Fehlkompensationen bei Resten von Entwicklungsstörungen auf, welche zusätzlich funktionstherapeutisch behandelt werden sollten (Ergo, Logo, Physio, Neurophysiologische Übungen). Wenn eine deutliche durchgängige Hyperaktivität auch schon im Vorschulalter als Besonderheit beobachtet wurde handelt es sich wahrscheinlich um ein Störungsbild mit überwiegend organischen Ursachen, welches am ehesten im Rahmen perinataler Komplikationen erworben wird. Typischerweise sind die auditiven und optischen Speicherfunktionen unterentwickelt, wodurch der Aufmerksamkeitsfaden schneller verloren geht, was oft auch mit Defiziten in der Handlungsplanung einhergeht. Es gibt aber auch ADHS-Kinder mit guten Speicherleistungen, bei denen häufig statt dessen eine besondere Reizoffenheit im Vordergrund steht, welche oft auch schon im Säuglingsalter vorhanden war (Schreibabys). Diesen Kindern fällt es schwer Ablenkungsquellen auszublenden und bei einer Aufgabe zu bleiben. Durch emotionale Belastungen können ADHS-Symptome imitiert werden. So ist Nervosität auch auch oft mit erhöhtem Bewegungsdrang verbunden und Anspannung kann zu Konzentrationsstörungen und gereizt-impulsivem Verhalten führen. In diesen Fällen erweist sich eine Medikation mit Methylphenidat oft als unwirksam oder gar schädlich. Eine psychotherapeutische Behandlung sollte dann andere Schwerpunkte setzen als bei klassisch hyperaktiven Patienten. Die Kategorie ADHS umfasst also unterschiedliche funktionelle Defizite in der Hirnentwicklung welche in Wechselwirkung mit sich verändernden gesellschaftlichen Anforderungen zu sich ähnelnden Störungsbildern führen.der grosse Fang In fMRT-Untersuchungen sind kortikale, insbesondere präfrontale Minderaktivierungen und ein statt dessen stärker diffus auf den gesamten Kortex verteiltes Aktivitätsmuster als Entsprechung der Verhaltensauffälligkeiten erkennbar. Die veränderten Speicherfunktionen können hingegen besser testpsychologisch erfasst werden. Um die Problematik positiv beeinflussen zu können ist es dringend erforderlich zuvor eine differenzierte fachärztliche Diagnostik bei einem erfahrenen Kinderpsychiater durchzuführen. Ungünstig kann es zum Einen sein die Probleme nicht ernst genug zu nehmen und als absichtliches “Nicht-Hören-Wollen” abzutun oder aber zum Anderen auch wenn zu sehr der schulische Leistungsgedanke in den Vordergrund gestellt wird. Um den “Stempel” ADHS zu vermeiden bietet es sich an bei leichteren Fällen vorrangig von Aufmerksamkeitsstörungen zu sprechen. Um in Deutschland das Betäubungsmittel Methylphenidat verschreiben zu dürfen ist normalerweise eine diagnostische Einordnung als “Einfache Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung” oder als “Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens” erforderlich, was der Einstufung als ADHS-Kind entspricht. Peter Dirscherl, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Sonntag, 18. August 2013

Ärzte werden von Big Pharma und Big Data missbraucht

Wie funktioniert die Beeinflussung von Ärzten?


-Kugelschreiber und kleine nützliche Werbegeschenke stehen bei der harmlos aussehenden Kontaktaufnahme im Vordergrund. Es geht im Gespräch vordergründig um den Nutzen von Arneimitteln, plakativ untermauert durch beeindruckende Studien (die meist nicht wissenschaftlich haltbar sind, wie sich später herrausstellt). 

-Gespräche über das Verordnungsverhalten werden durch regelmässig wiederkehrende "Berater" angeregt. Dabei wird das Verhalten des Arztes dokumentiert und analysiert. Die Pharma-Firmen verifizieren die Informationen über das Arzneimittel-Verordnungsverhalten der Ärzte durch zusätzlich analysierte Daten von Apotheken und anderen Bereichen von Big Data. Es werden von Big Pharma individualisierte Strategien zur Beeinflussung des Verschreibungsverhaltens entwickelt. Jeder Arzt hat seine Akte. Beziehungsweise jede relevante Pharmafirma hat jeweils eine Akte über jeden relevanten Arzt.

-Sponsoring von Abendessen und anderen fachlichen Austauschmöglichkeiten zwischen ärztlichen Kollegen. Der still dabeisitzende Pharmavertreter zahlt alles, er mischt sich nicht ein, versucht nicht plump zu manipulieren, es wird nur still mitgehört und man kann davon ausgehen, dass anschliessend ein Bericht darüber verfasst wird. Gerne unterstützen Pharmafirmen auch Veranstaltungen in Arztpraxen, z.B. indem das Buffet bezahlt wird, wobei als Gegenleistung dazu aufgefordert wird eine Anwesenheitsliste zu führen und auszuhändigen. 

-Fortbildungsveranstaltungen, die den Ärzten die Moglichkeit geben auf die geforderten 50 Fortbildungspunkte im Jahr zu kommen, sind oft reine Werbeveranstaltungen der Pharma-Industrie mit gekauften "Koryphäen" - Brainwash par excellence! Um die Leitlinien-Ärzte zu beeinflussen und in Abhängigkeit zu bringen werden vermutlich grössere Anstrengungen unternommen.

-Anwendungsbeobachtungen werden Verordnern die als kooperativ eingeschätzt werden angeboten, um sie in Abhängigkeit zu bringen. Dabei wird eine unwissenschaftliche Einzelbeobachtung einer Arzneimittelverordnung unangemessen hoch vergütet. 5 Minuten Vortrag für 500€, da wundert sich auch der beteiligte Arzt, nimmt aber dennoch meistens unvorsichtig den Umschlag in Empfang, ohne zu durchschauen, dass hier eine Falle gestellt wird, von den Veranstaltern alles penibel dokumentiert wird und das Material später gegen ihn verwendet werden kann, z.B. durch Erpressung mit möglichen Hinweisen an die Steuerbehörden.

-Marktforschung wird bei Markteinführung neuer Arzneimittel gerne als verdeckte Werbung und Manipulation durchgeführt. Den Ärzten werden z.B. 100€ für 20 Minuten Online-Befragung versprochen, oder ein persönliches Interview mit einem von einer Pharma-Firma beauftragten Marktforschungsinstitut wird durchgeführt, wobei gerne mehrere hundert Euro im Umschlag ausgehändigt werden. Die Interviews dienen Big Pharma sowohl zur gezielten Information, bzw. Manipulation der Verordner, als auch und vor allem zur Sammlung von Informationen über den Verordner, um ihn besser einschätzen und seine Entscheidungen besser manipulieren zu können.


Ärzte haben bisher offenbar Schwierigkeiten damit diese fatale Manipulation über Datensammlungen und psychologische Operationen von Big Pharma zu erkennen. Patienten können nachhelfen Bewusstsein zu schaffen, indem sie ihren Arzt einfach mal fragen, wie weit seine Zusammenarbeit mit den Pharma-Firmen geht und ob er sich darüber im klaren ist, dass er überwacht wird.